Migräne: Tabletten & Co.

Migräne Prophylaxe

Migräne Prophylaxe

Bei Migräne handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die nach derzeitigem Wissensstand nicht ursächlich heilbar ist. Dennoch gibt es gute Therapiemöglichkeiten, die darauf abzielen, akute Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern bzw. zu erhalten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Akut-Therapie bei einer Migräne-Attacke und der sogenannten Migräne-Prophylaxe, die der Vorbeugung von Migräne-Anfällen dient.

Migräne-Prophylaxe: Schmerzattacken vorbeugen

Bei der Vorbeugung von Migräne-Anfällen spielen nicht-medikamentöse Maßnahmen eine zentrale Rolle. Sie können dazu beitragen, dass die Häufigkeit der Attacken reduziert wird. Diese Tipps haben sich zur Vorbeugung bewährt:

  • Individuelle Auslöser meiden (z. B. Flackerlicht, bestimmte Lebensmittel, Lärm)
  • Festen Schlaf-Wach-Rhythmus einhalten
  • Auf regelmäßige Essenszeiten achten
  • Viel Bewegung
  • Konsequenter Stressabbau
  • Weitere Methoden: z. B. Progressive Muskelrelaxation, Biofeedback, Schmerzbewältigungstraining.

Migräne vorbeugen: Tipps

Essen & Schlafen: Halten Sie einen festen Tagesrhythmus ein
1 / 5

Essen & Schlafen: Halten Sie einen festen Tagesrhythmus ein

Eine spezielle Diät, die man bei Migräne einhalten kann, um die Symptomatik zu verbessern, gibt es nicht. Was jedoch besonders wichtig ist, sind geregelte Mahlzeiten und ein insgesamt fester Tagesrhythmus. Essen Sie also regelmäßig und lassen Sie keine Mahlzeiten ausfallen. Achten Sie außerdem darauf, immer zu gleichen Zeiten ins Bett zu gehen und aufzusehen.

Trigger herausfinden
2 / 5

Trigger herausfinden

Migräne kann durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Die einen leiden zum Beispiel nach dem Genuss von bestimmten Lebensmitteln wie Kaffee oder Schokolade unter Kopfschmerzen. Die anderen reagieren stark auf Lärm oder grelles Licht. Für Migräne-Patienten ist es daher besonders wichtig, die individuellen Migräne-Trigger zu kennen. Nur so kann man sie vermeiden und der Migräne vorbeugen. Extra-Tipp: Führen Sie über mehrere Wochen ein Migränetagebuch, um den Triggerfaktoren auf die Spur zu kommen!

Sport
3 / 5

Sport

Sport ist natürlich immer gesund. Bei der Vorbeugung von Kopfschmerzen spielt er jedoch eine besonders wichtige Rolle. Er fördert die Durchblutung des Nervensystems, versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und aktiviert die körpereigenen Schmerzabwehrstoffe. Zudem ist regelmäßiger Sport eine bewährte Anti-Stress-Strategie. Am besten ist leichtes Ausdauertraining wie Laufen, Walken oder Radfahren – zwei- bis dreimal die Woche.

Stress reduzieren
4 / 5

Stress reduzieren

Stress wird von Migränepatienten am häufigsten als auslösender oder verschlimmernder Faktor für Migräneattacken genannt. Generell empfiehlt es sich also, Stress so gut es geht zu vermeiden bzw. sich in stressigen Zeiten bewusst zu entspannen. Dabei können Yoga oder progressive Muskelrelaxation helfen.

Lärm vermeiden
5 / 5

Lärm vermeiden

Da der Körper auf Lärm – wenn er als unangenehm empfunden wird – mit Stress reagiert, sind laute Geräusche ebenfalls ein häufiger Auslöser für Migräne. Wenn sich Lärm in Ihrem Umfeld gerade nicht vermeiden lässt, können Ohrstöpsel helfen, sich nicht zu sehr davon beeinflussen zu lassen.

Migräne-Prophylaxe mit Medikamenten

In bestimmten Fällen kann eine medikamentöse Behandlung zur Vorbeugung neuer Attacken ratsam sein. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Migräneattacken sehr häufig und in starkem Ausmaß auftreten. Ziel der vorbeugenden Behandlung mit speziellen Medikamenten ist es, die Häufigkeit, Dauer und Intensität der Attacken zu reduzieren. Zudem kann auf diese Weise auch der Bedarf an Schmerzmitteln und spezifischen Migräne-Medikamenten reduziert werden. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil diese Substanzen bei häufiger Anwendung das Risiko erhöhen, dass sich ein medikamenten-induzierter Kopfschmerz entwickelt.

Medikamente, die zur Migräne-Prophylaxe eingesetzt werden können:

  • Betablocker
  • Calcium-Antagonisten
  • Antiepileptika

Wenn mit diesen Wirkstoffen keine ausreichende Wirkung erzielt werden kann, können andere Wirkstoffe wie Amitriptylin, Naproxen oder Pestwurz vom Arzt verordnet werden. Auch Injektionen von Botulinumtoxin können bei chronischer Migräne infrage kommen.

Informationen zur Akut-Behandlung bei Migräne-Attacken finden Sie hier

Das könnte Sie auch interessieren:

Hilfe aus der Apotheke

Hilfe aus der Apotheke

In der Apotheke stehen neben klassischen Schmerzmitteln auch ausgewählte Triptane rezeptfrei zur Verfügung.

Mehr erfahren
Migräne-Arten

Migräne-Arten

Man kann fünf Arten der Migräne unterscheiden.

Mehr erfahren
Ursachen für Migräne

Ursachen für Migräne

Gene & Co. – mehr über die Ursachen von Migräne.

Mehr erfahren
Was ist Migräne

Was ist Migräne

Wissenswertes über Migräne-Kopfschmerzen im Überblick.

Mehr erfahren